Die Sacred-Reihe – Deutscher Hack-and-Slay-Klassiker mit offener Welt

Die Sacred-Reihe – Deutscher Hack-and-Slay-Klassiker mit offener Welt

16. Oktober 2025   | David Engemann   | Allgemein, Top Games

Sacred gilt heute als Klassiker des Hack-and-Slay-Genres. Die Reihe spielt in der Fantasywelt Ancaria und wurde ursprünglich vom deutschen Studio Ascaron entwickelt. Besonderes Merkmal der ersten beiden Teile ist die für das Genre ungewöhnlich große, weitgehend offene Spielwelt, die freies Erkunden mit actionreichem Kampfsystem verbindet.

Sacred (2004) – der Auftakt in Ancaria

Sacred erschien 2004 als Action-RPG für Windows (später auch für Linux) und setzte spielerisch auf schnelle Kämpfe, Beutejagd und eine große, zusammenhängende Welt. Zum Start standen sechs Klassen zur Wahl (Gladiator, Dunkelelf, Waldelfe, Vampirin, Kampfmagier, Seraphim). Mit der Erweiterung Sacred Underworld kamen 2005 die Klassen Dämonin und Zwerg hinzu; bereits 2004 war das kostenlose Add-on Sacred Plus erschienen. Eine Komplettfassung namens Sacred Gold bündelte Hauptspiel und beide Add-ons.

Sacred 2: Fallen Angel (2008) – Prequel mit neuer Engine

Sacred 2: Fallen Angel (2008, PC; 2009, PS3/Xbox 360) spielt zeitlich vor dem Erstling und führte eine neue 3D-Engine sowie ein ausgebautes Weltdesign mit minimalen Ladezeiten zwischen Regionen ein. Die Erweiterung Ice & Blood (2009, PC in Europa) fügte u. a. zwei neue Regionen und die zusätzliche Klasse Dragon Mage hinzu. Während der Konsolenveröffentlichung geriet Entwickler Ascaron allerdings in wirtschaftliche Schwierigkeiten und meldete im April 2009 Insolvenz an.

Sacred 3 (2014) – Richtungswechsel mit neuem Entwickler

Die Markenrechte gingen nach der Ascaron-Insolvenz an den Publisher Deep Silver. Sacred 3 (2014) entstand bei Keen Games und setzte stärker auf lineare, brawler-artige Levels statt der offenen Welt der Vorgänger. Der deutliche Stilwechsel wurde von vielen Fans kontrovers aufgenommen und markiert bis heute einen klaren Bruch mit der traditionellen Ausrichtung der Reihe.

Warum Sacred heute noch spannend ist

Unabhängig vom Richtungswechsel in Teil 3 bleibt die Reihe vor allem wegen ihrer offenen Welt (Sacred 1 & 2), der großen Gebietsvielfalt und der Mischung aus freiem Erkunden und klassischer Loot-Jagd bemerkenswert. Aus heutiger Sicht ist Sacred zugleich ein Stück deutscher Spielegeschichte: ein ambitioniertes Action-RPG, das die Hack-and-Slay-Formel mit Open-World-Elementen kombiniert und damit bis heute eine besondere Nische bedient.

Verweise

Sacred (2004): Wikipedia
Sacred 2: Fallen Angel & Ice & Blood: Wikipedia · SacredWiki
Ascaron-Insolvenz (2009): GameSpot · Kotaku
Sacred 3 (2014), Entwickler & Release: Wikipedia · Steam

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